Die lange Reise zurück zu den Wurzeln










Tja, lang ist´s her, dass ich meinen Blog besucht habe. Keine Posts, nichts rührte sich. Wenn ich nach dem Warum frage, steht dahinter eine Zeit der Unentschlossenheit, des Zögerns und bisweilen auch die des Resignierens: Wozu das alles? Warum schreiben, warum etwas in die Welt entlassen, das - gefühlt jedenfalls - in den Weiten des Netzes strandet? Außerdem: Ist es so schön, ist es angebracht, sich mit Persönlichem zu entblößen, eine Art Mini-Facebook zu versuchen?
Was aus der Welt an Nachrichten kommt, ist spannend, ja daramatisch. Wichtig sind die politisch-gesellschaftlichen Veränderungen, sind die Fragen angesichts einer immer mehr ins Irratonale schliddernden Bande von Schwachsinigen, die sich anmaßen, das Rad der Geschichte zu drehen. Zurück, versteht sich.
Als wenn dort nichts wäre, über das man nachdenken und das man tunlichst nicht wiederholen sollte. In immer mehr Hirnen kocht der Beat sektiererischen Stumpfsinns, verkauft als das "Wahre", als das "Rettende", als das "Göttliche", apostrophiert als Mittel, uns alle vor dem sicheren Untergang zu bewahren, offensichtlich aber angetan, genau diesen Untergang herauf zu beschwören. Mir erscheit das wie Sucht, wie Handeln im Drogenrausch, Typ badest trip ever.
Warum also angesichts des wirklich Wichtigen die dünnen Töne der Eitelkeit pfeifen und so tun, als sei persönliches Empfinden und Urteilen über sich und die produzierte Werke (Werke?) von Bedeutung? Was bringt es wem, wenn ich Seelen- oder Literatur- oder Kulturschau betreibe und veröffentliche?
Ich weiß es nicht, aber vielleicht finde ich die Antwort, wen ich mich auf die Suche mache. Und das will ich mal tun.
Demnächst.
Bis zum nächsten Mal.




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