28.03.2012






28. April 2012    18 Uhr

Lesung aus "Bitteres Blut"

MOSAIK
Friedrichsthaler Weg 21
13467 Berlin
Eintritt 5 € 

www.mosaik-gesundheit.de 





18.03.2012

05.03.2012

Die Zweite ...


 bookshelves: deutschland, belletristik, krimi
Alexandra 's review, Feb 26, 12

Read from February 19 to 24, 2012 — I own a copy

Bitteres Blut
by Willi Voss
4 of 5 stars

"Na da ist mir ja erstmalig ein deutsches Krimischmankerl in die Hände gefallen. In handwerklich ausgezeichneter wunderbarer bildhafter Sprache mit traumhaften Umgebungs- Hintergrund- und Stimmungsbeschreibungen, liebevoll entwickelten Figuren kann sich dieser Roman durchaus mit einigen skandinavischen Vorbildern aus Schweden und Norwegen messen.
Der für neue Krimis dieses Typs so unausweichliche Lokalkolorit ist insofern spannend, weil die Hauptfigur Kommissar Lorinser den zugereisten Fremdkörper in einer ländlichen Dorfgemeinsschaft darstellt, der in solch einer Situation Fehler macht, Leute erst kennenlerenen und sich erst eingewöhnen muss. Auch der ironische Seitenhieb auf die deutsche Bürokratie nichts zu machen und zu mauern, aus Angst davor irgendeinen Fehler zu begehen, hat mir ausserordentlich gut gefallen.
Den einen Stern Abzug gebe ich, da in der Dramaturgie noch etwas Luft nach oben ist, das Ergebnis der Ermittlungen ist leider nicht so spektakulär oder überraschend, als ich es schon bei den oben erwähnten Skandinaviern gewohnt bin, aber es ist auch nicht ganz so durchsichtig, dass man schon in der Mitte des Krimis den Mörder wüßte. Eben gute solide deutsche Polizeiarbeit.
Fazit:
 Absolut lesenswert von der Sprache und Erzählkunst bin ich total begeistert, die Dramaturgie ist solide aber nicht überdurchschnittlich. Wenn ich noch mehr Krimis in einer derartigen Qualität von diesem Herrn Willi Voss lese, dann mutiere ich garantiert zum Fan."

24.02.2012

Die erste (?) Rezension über "Bitteres Blut"












Drei Groschen Poesie
Literaturblog der 10.000
http://dreigroschenpoesie.wordpress.com/Inhalt:

Kriminalobermeister Lorinser wird zu einem vermeintlichen Tatort gerufen. Der junge und wenig beliebte Thorsten Böse soll sich an einer Stele aufgehängt haben. Als die Polizeibeamten, zusammen mit dem Zeugen Bauer Hollenberg, am Denkmal eintreffen, ist die Leiche verschwunden. Dem Hohn und Spott seiner Kollegen zum Trotz entschließt sich Lorinser zu ermitteln, obwohl es dafür – zumindest in den Augen seiner Vorgesetzten – keine Veranlassung gibt. Irgendetwas ist faul in der ländlichen Idylle am Dümmer See….

Kritik
Bei diesem Roman war ich zeitweise sehr zwiegespalten. Zum einen der Schreibstil des Autors. Es war zum Teil sehr anstrengend dem Geschehen zu folgen, da die viele Schachtelsätze den Lesefluss des öfteren störten. Die weit schweifenden Beschreibungen der Personen und Orte waren nicht immer förderlich für den Spannungserhalt. Auch in die, wahrscheinlich norddeutsch geprägte, Sprache musste ich mich als Münchner Kindl erst einmal einlesen. Allerdings war diese Herausforderung interessant, man konnte dadurch sehr leicht in die Geschichte eintauchen, es wirkte authentisch und an den Handlungsort angepasst.
Zum Anderen der Protagonist Kriminalobermeister Kristian Lorinser. Einerseits wirkt er intelligent, verständnisvoll und erschien dem Leser als fähiger Ermittler. In manchen Situationen fühlte man sich aber durchaus geneigt in das Buch hinein zu springen, ihn am Kragen zu packen und zu schütteln, weil er sich völlig unsinnig benimmt. Diese Wechsel sind verwirrend,  lassen ihn aber auch realistisch wirken, machen ihn sympathisch und menschlich.
Die Geschichte an sich ist interessant, wenngleich nicht mit Action überladen oder extrem blutig. Polizeiliche Ermittlungsarbeit sowie das Seelenleben der Ermittler, z.B des Kollegen Franz Steinbrecher und deren Umgang mit den Erfahrungen des Polizeiberufes, stehen im Vordergrund. Ebenso detailliert wie überzeugend wird die Dorfgemeinschaft am Dümmer geschildert – von gegenseitigem Hass, Intrigen, bis hin zur Vetternwirtschaft ist alles dabei.

Fazit:
Ein interessanter Plot, glaubwürdige Charaktere und spannende Unterhaltung machen dieses Buch zu einem kurzweiligen Lesegenuss. Zwar sind die vielen verschachtelten Sätze etwas störend und man braucht eine Weile um sich an die sehr bildhafte Sprache zu gewöhnen, aber letzten Endes tut es der Geschichte selbst keinen Abbruch. „Bitteres Blut“ ist ein solider Kriminalroman, mit kleinen Schwächen, der einen, auch sprachlich, in den norden Deutschlands entführt.

4/5 Sternen
Willi Voss – Bitteres Blut, erschienen, 2012 im Sutton Krimi Verlag, 317 Seiten

05.02.2012

    




Willi Voss: Pforte des Todes

Angelsachsen kennt sie – die Routinekrimis. Bücher, die nicht unter ein gewisses Niveau fallen, aber auch ihre Limits nach oben haben. Joachim Feldmann hat so ein Exemplar aus deutscher Herstellung erwischt.
Hauptkommissar Reineking von der Kripo im ostwestfälischen Minden ist ein armer Hund. Seit seine Frau sich vor einigen Jahren auf ebenso bizarre wie symbolträchtige Weise das Leben genommen hat, ist er mit seiner Tochter Magdalena allein. Die hat sich allerdings inzwischen einer undurchsichtigen freikirchlichen Vereinigung angeschlossen, so dass er sie kaum noch zu Gesicht bekommt. Wüsste er, mit wem sie sich eingelassen hat, wäre seine Sorge noch größer. Und nun sitzt ihm auch noch der hochgradig unsympathische Staatsanwalt von Vennebeck im Nacken, mit dem ihn eine tiefsitzende Feindschaft verbindet, hatte dieser doch vergeblich versucht, Reineking die Schuld am Tod seiner Frau nachzuweisen.
Es geht um einen seltsamen Leichenfund unterhalb des Kaiser-Wilhelm-Denkmals an der Porta Westfalica. Jemand ist offensichtlich verbrannt, doch keinerlei Spuren lassen auf eine Ursache schließen. Reineking und sein Kollege Wehner sind zunächst ratlos, doch dann findet sich bei der kriminaltechnischen Untersuchung der Brandasche ein rätselhaftes antikes Medaillon.
Okkult
Das soll als erste Exkursion in die nicht unkomplizierte Handlung des Romans Pforte des Todes, mit dem sich Krimi-Altmeister Willi Voss nach mehreren Jahren Publikationspause zurückmeldet, genügen. Freunde des Okkulten werden an dem Buch ihre helle Freude haben, denn das mysteriöse Fundstück weist den Weg zurück in uralte Zeiten. Die mittelalterlichen Tempelritter, so erklärt Dr. Fischer-Balte, ein hochbetagter Experte für seltsame Altertümer, dem die Polizisten das Medaillon präsentieren, seien bei ihren Ausgrabungen im Heiligen Land auf Aufzeichnungen gestoßen, die ein geheimes Wissen dokumentierten, das geeignet sei, „die Rätsel des Todes nicht nur zu lösen, sondern ihn in gewisser Weise zu überwinden“. Da wundert es wenig, dass sich immer wieder Zeitgenossen finden, die mit Begeisterung auf den Spuren der alten Ägypter, denen sich die entsprechenden Techniken offenbar verdanken, wandeln. Argwöhnisch beäugt natürlich von den Vertretern der offiziellen Glaubensgemeinschaften, allen voran der Vatikan und dessen Geheimdienst. Und alle wollen sie des sagenhaften Medaillons, das den Schlüssel zum großen Geheimnis birgt, habhaft werden. Dass dabei auch über Leichen gegangen wird, versteht sich angesichts des Genres von selbst.
Damit hätten wir auch schon fast das Personal dieses durchaus spannenden und routiniert erzählten Kriminalromans beisammen, dessen Lektüre Ihrem, dem Esoterischen eher abgeneigten Rezensenten nicht langweilig geworden ist. Souverän hält Voss die Fäden der parallel verlaufenden Handlungsstränge im Griff, sorgt nebenbei dafür, dass der traurige Held Reineking wenigsten in erotischer Hinsicht auf seine Kosten kommt und präsentiert zum Schluss ein fulminantes Showdown. Hoffen wir für Autor und Verlag, dass sich der Griff in die Mythenkiste ebenfalls bezahlt macht.
Joachim Feldmann
    Willi Voss: Pforte des Todes. Kriminalroman.
    Bielefeld: Pendragon 2009. 416 Seiten. 12,90 Euro.