„Das neue Jahr fängt gut an“, sprach der Mann, der am 2. Januar gehängt werden sollte.
Präsident Putin forderte Donald Trump
den US-Präsidenten, auf, sich wegen des Angriffs auf Venezuela und der Entführung des Maduro-Ehepaars zu erklären. Das sei mindestens so völkerrechtswidrig, wie der kleine Zwischenfall in der Ukraine.
Die in Venezuela von den US-Streitkräften abgefeuerten Bomben, so rechtfertigte sich Trump, waren lediglich mit Bonbons gefüllt und sollten gerade wegen des barbarischen Ukrainekriegs demonstrieren, wie amerikanische Fürsorge Seelen fängt. Allerdings, räumte Trump ein, sei der Bonbonzucker mit Hi-Tech-Bakterien versetzt, die innerhalb von neun Stunden nach Einnahme heftigste Karies auslösen.
Erfunden worden sei der Bakterienstamm von der Belegschaft einer seiner Firmen. Als der oberste Befehlshaber der Streitkräfte und seiner Companies sei er verpflichtet, Profit zu erwirtschaften. So habe er befohlen, die verseuchten Bonbons zu verwenden. Erstens könnte auf diese Weise belegt werden, dass der Angriff humanitär sei. Zweitens ließe sich auf diese Weise auch begründen, ein Heer von CIA-Agenten nach Venezuela zu fliegen. Und zwar verkleidet als Zahnärzte, die vorgeben, auf Bitten und Kosten des MADURO-Vermögens ERSTENS für gesunde Zähne und ZWEITENS für Völkerverständigung zu sorgen. Nebeneffekt – so Trump bei einem Versprecher vor handverlesenen Journalisten –: Die Boys vom Geheimdienst könnten geradezu ungehindert in den Präsidentenpalast Maduros gelangen, Maduro und dessen Fuau zuerst ins Taxi und später in ein nach New York eilendes Flugzeug bitten. Dort könnte der Lateinamerikaner, falls er es wünscht, bei Tiffanys frühstücken, ehe man ihn vor Gericht brächte, um ihn wegen illegaler Präsidentschaft und Bonbongeschäften (Koks etc.) auf viele Geburtstage in einem Hochsicherheitsknast unterzubringen. Etwaige Koksreste müssten Mister Trump, dem Dealmaker, ausgehändigt werden. Sozusagen als Andenken an eine gute Tat, oder so. (Ist von der Pressesprecherin noch nicht ausformuliert worden.) Aber Achtung, Jungs: Nicht, dass einer von den kranken Kerlen, die sich CIA-Agenten nennen, was von dem weißen Pulver auf die Seite schaufelt. Ich befehle: Leibeskontrolle nach jeder Treppenstufe!
Wladimir Putin zeigte sich beeindruckt. Er lobte Trumps Weitblick und Großherzigkeit und versprach, nur noch mit Wodka gefüllte Granaten und Gefechtsköpfe zu verschießen. Er werde die Anweisung SOFORT per Telegramm weitergeben. Dann fragte er fast kokett: „Donni, sollten wir nicht wirklich Frieden schließen?“
Trump: „Mit dem Selenski, dem Kriegstreiber?“
„Mit meinem Freund Maduro, Donni, ich weiß, dass er einen Haufen Kohle gebunkert hat.“
„Okay, Wladi, ich gebe dir seine Nummer.“
„Die in Caracas habe ich.“
„Da ist er nicht mehr. Er ist in New York.“
»Ich bin beeindruckt,DOnni!"
"WIrklich?"
"Von deiner ungemein tollen Gastfreundschaft. Wie in Alaska. Und damals in Moskau … wirklich beeindruckend. Die Mädels schwärmen noch immer von dir und deinem..."
„Okay, okay, ist ja gut. Hier sind einige Dutzend Kameras auf mich gerichtet!“
„Ich verstehe, du böser, böser Junge! Aber … ich will doch nur deine Zustimmung dafür, dass meine Leute sich diesen verdammten Selensky zur Brust nehmen!“
„Ich soll dir meine Specials schicken?“
„Du bekommst seltene Erden dafür, Mann!“
„Geht nicht.“
»Wieso?«
„Meine Bagger sind schon unterwegs. Versuche nicht, sie zu behindern oder gar zu zerstören: Dann hole ich mir ein Stück Tundra. Insbesondere dein Jagdrevier.“
„Ich bin dein Freund, Mensch!“
„Das weiß ich doch, Wladi. Ich verspreche, darüber nachzudenken, ob ich dir Berlin geben kann. Die Krauts bocken, und ich mag das nicht. Trinken wir also auf unseren Frieden. Gutes neues Jahr", sagte Trump und leerte die sechste Flasche Coca Cola.






